Catrin Wildgrube im Fernsehen

 

>Elf 99< (Vox) 17.11.1993

>Explosiv< (RTL) 24.02.1994

>Himmel und Erde< (ORB) 11.10.1994

>Abendjournal< (ORB) 30.04.1999

>Drehscheibe Deutschland< (ZDF) 31.10.2006

>Brandenburg aktuell< (RBB) 02.03.2008

Am 17.01.2008 war ich im RBB als Talkgast in der Sendung "Im Palais - Sterne, Steine und Schamanen" zu sehen, neben der Wahrsagerin Gabriele Hoffmann, dem Astronomen Dieter B. Herrmann, dem Ethnologen Bruno Illius und dem Pfarrer und Esoterik-Experten Matthias Pöhlmann.

Von links nach rechts: Matthias Pöhlmann, Catrin Wildgrube, Dieter B. Herrmann, Astrid Frohloff, Gabriele Hoffmann, Bruno Illius

 

Catrin Wildgrube im Hörfunk

>Kopfhörer< (SFB 2) vom 30.04.1992

>Handlesen< (Radio News Talk) vom 31.01.1997

>Liebeszauber< (Radio News Talk) vom 21.03.1997

 

Catrin Wildgrube in Zeitungen und Zeitschriften

 

Zeitschrift >7 Tage< im September 1992

Zeitschrift >Bild der Frau< am 23.08.1993

>Financial Times Deutschland< vom 21.10.2005

Zeitschrift >Das Magazin<, Januarausgabe 2006

Berliner Morgenpost vom 02.07.2006:

>Haben Sie als Kind auch "die kleine Hexe" geliebt? Die Erzählung von der Muhme Rumpumpel, die die kleine Hexe unerlaubterweise beim großen Hexentanz erwischte und gehörig bestrafte. Die Holzsucher, die durch einen leergefegten Wald irren. Und der Rabe Abraxas, das gute Gewissen der recht impulsiven Hexe. Mit diesem lebendigen Grundwissen ausgestattet, will ich nun wissen, wo eine richtige Hexe wohnt und was sie so den lieben langen Tag hext.

Hexe Catrin ist eine noch recht junge Hexe. Aber sie wohnt in einem richtigen Hexenhäuschen, einer windschiefen Hütte in einem winzigen Dorf in Brandenburg. Mit dem Besen ist es gut zu erreichen, geographisch exakt im Mittelpunkt der ehemaligen DDR gelegen - diese Hinweise mögen Hexenlehrlingen genügen. Eine Klingel gibt es bei einem Hexenhäuschen natürlich nicht, aber die Tür im Jägerzaun läßt sich leicht öffnen. Neben der Haustür hängen verschiedene Totenschädel von Tieren, ich tippe auf Reh und Ziegenbock. Hexe Catrin, im grauen Rollkragenpullover, mit ordentlich gekämmten Haaren und zwei Ketten, an denen dicke Broschen baumeln, macht auf und lächelt. Mit ihrem mädchenhaften, gütigen Gesicht könnte man sie auch gut und gern für eine Kindergärtnerin oder Arzthelferin halten.

Drinnen riecht es etwas muffig, so ähnlich wie in der Datscha meines Großvaters. Ein riesiger Hase hoppelt mir etwas ungelenk entgegen. Als er mich wahrnimmt, verschwindet er allerdings schnell in seinem Stall, der mitten im Wohnzimmer steht. Dafür springt eine hübsche Katze auf Catrins Schoß und läßt sich mit Hingabe kraulen. Keine Frage, Catrin ist eine echte Hexe. "Das Hexen liegt ein bißchen in der Familie. Meine Tante hat mir beigebracht, Karten zu legen, als ich zwölf war. Mit Skatkarten." Weissagen konnte die Tante auch, und so lernte die kleine Catrin es auch. Ihre Mutter legte auch Karten, sie starb aber sehr früh. "Meine Mutter las auch aus dem Kaffeesatz. Sie kannte sich mit dem chinesischen Orakel aus und mit der Traumdeutung." Auch ihre Uroma und Ur-Uroma waren Kartenlegerinnen und Orakeldeuterinnen.

So ungefähr mit 16 wollte Catrin mehr, und sie befaßte sich mit Magie. Sie war eine gelehrige Hexenschülerin, und mit 18 führte sie bereits für Freunde kleine Rituale aus. Meistens ging es dabei um Geld oder Gesundheit. "Nichts Großes also", wiegelt Catrin ab. Mit 24 stieß Catrin auf einen Hexenkonvent, wurde dort von drei Hexenpriestern eingeweiht und erhielt ihren Namen Hexennamen.

Vor einigen Jahren gab es einmal einen extrem trockener Sommer in Berlin. "Da können wir doch was machen", raunten sich Catrins Hexenfreundinnen zu. Sie trafen sich also zum Wetterzauber und hexten, was das Zeug hielt. "Am nächsten Tag standen in Berlin die Keller unter Wasser", erzähl Catrin ganz nüchtern, so, als ob sie den Wetterbericht aus der Zeitung vorliest. Mehrere Hexen potenzieren die Kräfte; die Wirkung ist ungleich stärker, als wenn eine Hexe allein hext. "Bündeln und lenken von Energien eben", meint Catrin.

Im Winter hätte der Zauber übrigens nicht gewirkt. "Nach unserer Mythologie schläft der Wettergott im Winter und wacht im Frühjahr wieder auf. Dann holt er seinen Hammer, das ist das Symbol des Gewitters und der Fruchtbarkeit. Damit erschlägt er die Winterriesen. Die Winterriesen sind für Eis und Schnee verantwortlich und dafür, daß im Winter nichts wächst."

Ob eine Hexe bittere Kräuter und Froschköpfe ißt, will ich wissen. Catrin lacht. "Eine Hexe ernährt sich ganz normal", sagt sie. Etwas bewußter natürlich schon, Fleisch aus Massentierhaltung würde sie vermeiden. Jede Nahrung habe eine eigene Schwingung, und wenn Leid und Qual dahinterstecken, habe dies keine gute Wirkung auf den Organismus.

Seit sieben Jahren wohnt Catrin auf dem Land, davor wohnte sie mit ihrem Freund in Berlin. "Uns hat der Lärm in Berlin genervt. Außerdem wollten wir näher am Wald sein, weil wir ja auch unsere Kulte im Wald machen". Im Dorf betrachtet man "die aus dem Hexenhaus" mit Distanz. Einige Dorfbewohner seien jedoch schon zum Handlesen oder Kartenlesen gekommen. Für das Handlesen oder Kartenlesen verlangt Catrin ein kleines Honorar. Für Zauber, in denen sie in Kontakt mit Geistwesen oder Göttern tritt, sollte eine Hexe nichts verlangen, es sei denn, die Leute geben freiwillig. "Hexe ist kein Beruf, sondern eine Lebenseinstellung", sagt Catrin. Ihren eigentlichen Beruf nennt sie denn auch Wahrsagerin oder Astrologin.

Auf dem Besen fliegen könne sie natürlich nicht. Das sei eine mißverstandene Sache. In Wirklichkeit handele es sich dabei um eine schamanistische Reise. "Der Schamane hat einen Stecken. Auf den setzt er sich, und fällt dabei in eine Trance, in einen anderen Bewußtseinszustand. Der Körper bleibt auf der Erde, aber der Schamane fliegt in andere Welten, wo sich Geister aufhalten. Mit diesen Wesen kommuniziert er." So könne er verlorene Seelen zurückholen, oder mit Tiergeistern oder Pflanzengeistern kommunizieren. Er kann in andere Welten reisen, um Informationen zu erlangen, ob eine Person krank ist. Manche Hexen nehmen bewußtseinserweiternde Pflanzen ein, um diesen Zustand schneller zu erreichen. Andere beamen sich durch Meditation dahin, durch Trommeln oder Tanzen. Es gäbe aber nur ein Utensil, das wichtig zum hexen sei. "Das ist das da", und Catrin tippt sich gegen die Stirn. Catrin zählt sich, wie übrigens die meisten Hexen, zu den guten Hexen. "Die schwarze Magie kostet sehr viel Energie, weil man sich dabei mit dunklen Geistwesen einlassen muß, um Schadenzauber zu bewirken. Wenn man dabei nicht aufpaßt, ziehen einem diese Geistwesen selber Lebenskraft ab." Deshalb sähe man es schwarzen Hexen auch oft an, womit sie sich beschäftigen. "Alles, was man anderen antut, kriegt man irgendwann zurück. Wenn nicht in diesem Leben, dann im nächsten". Was ihr Alter angeht, zählt Catrin zu den mittelalten Hexen. "In Internetforen über Magie wimmelt es von 13- und 14jährigen Mädchen, die meinen, eine Hexe zu sein", sagt Catrin. Natürlich hätten alte Hexen durch ihr Wissen und ihre Erfahrung mehr Macht, schließlich versammelt eine Hexe im Laufe ihres Lebens viele Hilfsgeister um sich. Wenn man sehr jung sei, habe man vielleicht ein bißchen zu wenig Erfahrung zum hexen. Wenn man zu alt ist, verfüge man nicht über ausreichend Lebenskraft. Diese Energie nennt man in magischen Kreisen Odkraft, klärt Catrin auf. "Deshalb denke ich, daß für eine Hexe das mittlere Alter am besten ist."

Ihre gesammelten Erkenntnisse über das Hexen hat Catrin aufgeschrieben und vor zwei Jahren als Buch veröffentlicht. Was sich hinter dem Hexenflug, dem Spruchzauber, Tierverwandlungen, Hexenfesten, Mondkulten, Erdkulten oder Einweihungen verbirgt, darüber kann sich die Hexenschülerin in "Die Welt der Hexen" auf 100 Seiten informieren. So versucht Catrin, Mythen zurechtzurücken, zum Beispiel ob das Hexentum eine Religion sei. "Hexe sein ist selber keine eigenständige Religion, sondern Bestandteil der heidnischen Naturreligionen... Hexen sind Heidinnen und verehren die heidnischen Götter, besonders die Götter, welche für die Zauberei zuständig sind", schreibt Catrin.

Die Tierschädel neben der Tür sollen übrigens unliebsame Geister abwehren, sagt Catrin noch zum Abschied. Und beobachtet dann einen Schwarm Flugenten, die in V-Form über das Haus fliegen.<

 

Schweizer >Tagesanzeiger< vom 07.04.2007

taz vom 31.10.2007

Funkuhr Nr.1/2008

Zeitschrift >Frau von heute< im Januar 2009

 

 

 


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